18 März 2011

HTML5 - To use or not to use?
Es hat lange gedauert, bis ein neuer HTML-Standard als solcher definiert wurde: HTML5 ist auf dem Vormarsch. Sollte es nun Einzug finden in das Design neuer Internetpräsenzen? Ich greife dem mal vor: ja, es sollte von nun an Berücksichtigung bei der Konzeption anstehender Internetauftritte finden.


HTML5 wurde als nächster großer Versionssprung der Hypertext Markup Language HTML entwickelt und soll den neuen Standard für HTML 4.01, XHTML 1.0 sowie DOM Level 2 HTML darstellen. Ausgerufenes Ziel ist es, die Notwendigkeit von Drittanbieter-Plugins zu reduzieren. Schaut man sich im Web mal nach ersten Prototypen und Versuchen um, beginnt man doch zu staunen ob der Mächtigkeit dieses neuen Standards - insbesondere im Vergleich zu dem, was man sonst eher von Flash und Konsorten gewohnt war (z.B. hier). Augenfällig in diesem Zusammenhang sind - neben einer ganzen Reihe weiterer Neuerungen - insbesondere das canvas-Element, das schnelles 2D Zeichnen erlaubt, die Möglichkeit, Media-Inhalte aufeinander zu timen und Dokumente miteinander kommunizieren zu lassen.


Den Webdesigner wird evtl. freuen, dass Browser, die HTML5 unterstützen, sich toleranter im Umgang mit Fehlern verhalten - und nicht-HTML5-Browser den neuen Code schlichtweg ignorieren können, da er "rückwärts-kompatibel" zum alten Code ist (obwohl HTML5 nun nicht mehr auf SGML basiert).


Eine Reihe alter Tags fällt nun komplett unter den Tisch, nachdem sie eine Zeit lang noch geduldet wurden (wie center oder font...); dahingegen existiert nun eine Vielfalt neuer Tags, an deren Existenz - und Funktion - sich der Designer erst einmal gewöhnen muß, will er oder sie HTML5 gewinnbringend einsetzen (wie article, command, details etc.)
Durch die klarere Definition bzw. das eindeutige Tagging der Inhaltsbereiche finden Suchmaschinen schneller, was Webseitenbetreiber kommunizieren wollen: Header-Bereiche, Artikel, Navigationsbereiche und Fußnoten, um hier nur einige zu nennen.
Spannend ist auch die Möglichkeit zur Nutzung der geographischen Positionsfeststellung (geolocation) - nur eine der vielen Schnittstellen zum wachsenden Mobilfunk- (genauer gesagt) Smartphone-Markt.


Stichwort Smartphone-Markt: gerade hier - wie auch den Desktop-PC betreffend - wird HTML5 die von Webdesignern oftmals bemängelte Verlangsamung komplexer, bewegter Inhalte ad acta führen. Oder sie erst (ich gucke jetzt auf meine iPhone) diese für Webinhalte erst ermöglichen. Aktuell müssen - soll eine Entscheidung für HTML5 oder Flash getroffen werden - stets Überlegungen angestellt werden, welche der beiden Techniken Anwendung bei anstehenden Projekten finden sollen. Meines Erachtens wird darüber letztendlich die Verfügbarkeit ordentlicher HTML5-Tools darüber entscheiden. Warten wir z.B. ab, was Adobe mit Edge (den Prototypen gibt es ja schon einige Zeit) oder Erweiterungen für den Dreamweaver auf den Markt bringen wird.


Momentan ist es aber auf jeden Fall interessant, die Diskussionen zu verfolgen:von  "HTML5 verdrängt Flash" bis "HTML5 wird das Web um Jahre zurück..."- und sich als Webdesigner zumindest neben dem Tagesgeschäft in HTML5 (by the way auch im Zusammenspiel mit CSS3 und Ajax) einzuarbeiten. Ach ja: ein anderes Thema ist da natürlich die Browser-Unterstützung, die bisher mit Safari und Chrome am besten ausfällt, von anderen guten Browsern wie Firefox und Opera aber ebenfalls ständig weiter ausgebaut wird. Der nicht so gute Browser liegt da wie gewohnt etwas abgeschlagen hinten; warten und beobachten wir also mehr oder weniger ungeduldig.

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14 April 2010







To Tweet or not to Tweet?

Twitter ist überall, tweeten gehört dazu. Wozu genau?
Die einen begeistern ihre Anhängerschaft oder Follower mit detaillierten Schilderungen über den gerade durchgeführten Duschvorgang oder die soeben durchlebte Langeweile während des Wartens auf den Bus, die anderen nutzen die Kurznachrichten zur Informierung bevorstehender Termine, wieder andere (in der Regel Unternehmen) versuchen, daraus PR-Kapital zu schlagen, also sozusagen corporate tweeting zu betreiben (wenn man das so bezeichnen darf).
Erstere Gruppe konsultiert sich nicht selten aus Prominenten wie Schauspielern, deren Bewegungen - seien sie noch so minimal - dankbar von der Fangemeinde aufgenommen werden (was diesen Tweets durchaus Sinn verleiht, will man seine Groupies nicht aus den Augen verlieren, die mit Ihren Stars rund um die Uhr bangen wollen).
Die zweite Gruppe (die mit den Terminen...) nutzt dieses Medium ebenfalls nicht ganz ohne Sinn, will man als Abonnent kein Konzert seiner favorisierten - und tweetenden - Band verpassen. Insofern bezeichne ich das Tweeten wichtiger Unternehmenstermine wie eines angesetzten Vortrags oder des Erscheinens eines neuen Produkts als durchaus sinnvoll - womit wir ganz schnell beim Thema Kommerzialisierung angelangt sind. Eine aktuelle dpa-Meldung machte heute bekannt, dass die werbefreie Zeit beim Kurznachrichtendienst Twitter vorbei sei. Firmen können also demnächst Anzeigen schalten, die passend zur Suche nach bestimmten Themen erscheinen. Laut dpa gehören zu den ersten Unternehmen, die ihre Produkte auf diese Weise anpreisen möchten, Starbucks, Virgin (America) und Elektronikriese Best Buy. Ein Schritt in die richtige Richtung? Aus meiner Sicht ein klares Nein. Nur zu oft verwässerte die Zulassung kommerzieller Anbieter die Brauchbarkeit ehemals durchaus interessanter Dienste. Beobachten konnte man dies unter anderem beim größten Internet-Auktionshaus, dessen Zweckmäßigkeit für private Nutzer unter der mittlerweile überwiegenden Schaltung kommerzieller Angebote ächzt: eine sinnvolle Nutzung (wohlgemeint für Privatanbieter bzw. -nachfrager) ist nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Zum Thema: möchte der Twitter-Abonnent nun in Zukunft seinen für ihn/sie interessanten, bisher werbefreien Kurznachrichtenschwall in einem Meer aus Werbetweets ertrinken sehen? Ich denke nicht; auf absehbare Zeit wird die getroffene Entscheidung den Twitter-Usern mehr schaden als nutzen. Ob dies auch für das Unternehmen Twitter zutrifft, wird sich noch zeigen, zeigt doch das Beispiel Google Adwords, dass sich mit ähnlichen Maßnahmen mehr als eine goldene Nase verdienen läßt.
Zurück zur Ausgangsfrage: (selber) tweeten oder es doch lieber bleiben lassen? Solange das Unternehmen für den Kunden wertvolle Informationen mitzuteilen hat, ja (Termine, Empfehlungen etc.). Beschränken sich diese Informationen auf Binsenweisheiten wie z.B. die 100ste Wiederholung einschlägiger Marketing-Tipps, eher nein. Erkennen die Abonnenten einen solchen Thread richtig als Spam, tweetet das Unternehmen bald auf dem letzten Loch. Mein Rat: möchten Sie Twitter tatsächlich als Informationsquelle für Ihre Kunden anbieten, nehmen Sie dies (genau wie Ihre Abonnenten auch) von vornherein ernst - so wie Sie es von bewährten Werkzeugen wie Ihrer Newssektion mit RSS oder Blogs etc. kennen.
Wie Twitter selbst auf seiner Website schreibt: "Twitter kann die digitalen Fähigkeiten jeder Firma steigern. Deswegen sind wir überzeugt, dass es vorteilhaft für Firmen aller Art sein könnte." Konjunktiv.

Lassen Sie das Tweeten nicht in Werbung ausarten, der Weg in die "Top Tweets" wird Ihnen versperrt bleiben. Andernfalls ziehen nicht nur Ihre Follower, sondern auch das Renommee Ihres Unternehmens den Kürzeren.

Sollte Sie der Einsatz von Twitter immer noch interessieren, finden Sie mehr zum Thema im Twitter 101.

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10 Dezember 2009



Auch heute fuhr mir wieder einer über den Weg: einer jener Trucks, dessen Fahrzeugwerbung eigentlich recht harmonisch in den Firmenfarben des Unternehmens gehalten ist, Firmenlogo und -Slogan wie auch Werbemotiv klar hervorheben und die Adresse der Internetpräsenz deutlich kommunizieren...
Wenn da nicht die Angabe der Emailadresse lauten würde: "name-des-unternehmens@t-online.de".

Nichts gegen T-Online, um hier einen falschen Eindruck zu erzeugen. Auch nichts gegen Webmail-Services von Web.de, Freemail.de, Yahoo.de oder wie sie alle heißen: sicherlich alles hervorragende Kommunikationsplattformen für das Medium Email.

Dennoch sollte die strikte Umsetzung eines einmal definierten CI eine deutliche Kommunikation der Unternehmensbotschaft wie natürlich auch des Namens selbst sicherstellen. Die Kombination einer Internetadresse wie 'www.unser-unternehmen.de' und einer Email-Adresse wie 'unser-unternehmen@t-online.de' vermittelt nicht den Eindruck einer konsequenten CI-Umsetzung. Besser - und in der Regel problemlos umzusetzen: warum nicht auch gleich den eigenen Domainnamen für die Email-Adresse verwenden? Also: 'info@meine-unternehmens-domain.de' klingt da wesentlich stringenter... und ist einfacher zu merken.

Zumal die Zuordnung Ihrer Mitarbeiter oder Unternehmensbereiche zum Unternehmen über diese Email-Adresse logischer vermittelt wird: 'M.Itarbeiter@meine-unternehmens-domain.de',' V.Ertrieb@meine...' etc. .. sie wissen schon.

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30 Oktober 2009



Ist es nicht auffallend, daß so wenige Unternehmens-Präsenzen im Web Gebrauch von SoundBranding machen? In Medien wie dem Fernsehen, dem Kino und im Rundfunk ist das akustische Logo unverzichtbarer Bestandteil eines Spots geworden – als bekannte Beispiele seien hier nur T-Online oder Intel genannt. Gerade das – immer multimedialer werdende – Internet, das zudem vor allen anderen zum Medium Nr. 1 avanciert, fällt hier stark ab. Woran liegt das?

Ein akustisches Signal – sei es der simple Dreiklang bis zum Jingle – prägt sich dem Unterbewußtsein nachhaltiger ein als ein rein visuell kommuniziertes Logo.
Musik bzw. spezifische Klangsignaturen dienen der Intensivierung des Erinnerungsvermögens, die Produktdifferenzierung wird unterstützt:
  • die Aufmerksamkeit des Angesprochenen wird erregt, die Gedächtnisleistung wird erhöht;
  • Assoziationen werden ausgelöst und verstärkt;
  • die Wahrnehmung des Produkts wird intensiviert;
  • Markeneindrücke werden positiver und einprägsamer
Das Branding eines präsentierten Produkt bzw. des Unternehmens wird also gerade durch die Kombination des grafischen mit dem (darauf und auf die Botschaft des Unternehmes abgestimmten) akustischen Logo besser kommuniziert.(siehe auch das vivia® SoundBranding-Produkt AcoustiLogo: www.acoustiLogo.com).

Sieht man von ausschließlich in Flash realisierten Websites ab, die das akustische Element in aller Regel für Geräuscheffekte und Hintergrundmusik verwenden, existiert schließlich eine Vielzahl beispielsweise CMS-(also Redaktionssystem)gestützter Websites – die eben das akustische Element sträflich vernachlässigen.

Dabei wäre es technisch so einfach: ein unsichtbares '1-Pixel'-Flashmovie mit Jingle oder Erkennungsmelodie, das geflashte (und gleichzeitig 'vertonte') Firmenlogo auf der ansonsten HTML-basierten Seite, das Flash-Intro... es gibt viele Möglichkeiten, SoundBranding auf der eigenen Website zu integrieren – und die Chance zu nutzen, die eigene Marke stärker in das Bewußtsein seiner Besucher zu rücken.

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29 August 2009



Gut, dies ist also unser erster Eintrag im NetzPräsent Blog. Was erwartet unsere Leser(-innen)?
Zunächst einmal dreht sich NetzPräsent um die Präsenz im Internet (was 'netzpräsent' bedeutet, sagt uns ja die Definition rechts oben genauer...).

Da wirkungsvolles Marketing und Branding heutzutage nicht nur im Netz stattfindet, sondern (medienübergreifend/medienintegrierend nennen wir dies) alle anderen Medien wie z.B. Print oder Film einbezieht, will sich NetzPräsent selbstverständlich auch mit den Themen Branding und Corporate Image allgemein beschäftigen.

Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen, Ergänzungen... und eine ständig wachsende Leserschaft :-)
In diesem Sinne: seid netzpräsent!
Euer vivia®-Team

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